Kundenwunsch: Sofort verfügbar. Agile Optimierung hilft Unternehmen

Adrian Weiler

Adrian Weiler

Geschäftsführer INFORM GmbH

Sonntagnachmittag, der perfekte Zeitpunkt zum Einkaufen. Vor zwei Jahrzehnten war das noch eine Wunschvorstellung. Heute genügt ein Klick und schon wird der gewünschte Artikel auf die Reise geschickt – egal an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit. Das ist für den Konsumenten einfach und bequem. Aber für die Handelsunternehmen stellt das eine große Herausforderung dar, denn die Liefer- und Wertschöpfungsketten sind mittlerweile mehr als komplex. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die Firmen auf das moderne Einkaufverhalten agil reagieren können.

Seit einigen Jahren gibt es für diese Entwicklung einen Kunstbegriff: die „Sofortness“. Von dem österreichischen Schriftsteller Peter Glaser 2007 erdacht, verweist der Neologismus heute auf die „digitale Ungeduld“ bzw. – um bei meinem Eingangsbeispiel zu bleiben – dem Wunsch und Anspruch des Kunden, seine Lieferung schnellstmöglich und ohne jede Verzögerung entgegen nehmen zu können. Denken Sie nur an das traditionelle Weihnachtsgeschäft. Alleine am 14. Dezember 2015 wurden mehr als 5,4 Millionen Produkte über amazon.de verkauft, die innerhalb kürzester Zeit ihr Ziel erreichen mussten. Nur mit zusätzlichen Saisonkräften ließ sich diese Aufgabe stemmen. Doch die gestiegene Erwartung der Kunden manifestiert sich nicht mehr allein um Weihnachten herum und konzentriert sich hauptsächlich auf Konsumgüter, sondern hat mittlerweile die gesamte Geschäftswelt erfasst. 

Störungen in der Logistik gefährden Unternehmen

Kurze Lieferfristen und unbedingte Liefertreue sind zu einem entscheidenden Differenzierungsmerkmal geworden. Oft ist „sofort“ gerade noch schnell genug. Die „Same-Day-Delivery“, also die Lieferung am gleichen Tag, ist ein Kind dieser Entwicklung. Ob Amazon, DHL oder Zalando: Nach und nach steigen große Logistikunternehmen, die sich auch die entsprechende Infrastruktur leisten können, in dieses Modell ein. Nun muss es in vielen Fällen aber nicht direkt die Lieferung am gleichen Tag sein. Eines kann man dennoch ganz allgemein festhalten: Wer wettbewerbsfähig bleiben und höchste Servicequalität bieten will, muss flexibel und situationsgerecht agieren, auch bei Störungen in der Logistik.

Das ist leichter gesagt als getan, denn viele Unternehmen sind  mittlerweile global vernetzt und müssen ein komplexes Lieferkettenmanagement meistern. Dazu kommt der Trend zu immer vielfältigeren Produkten und Dienstleistungen. Die Forderung nach einer möglichst schnellen Logistik trifft also auf sehr komplexe logistische Strukturen. Diese werden unter dem Postulat der Sofortness zu einem fragilen Gebilde, welches selbst kleine Störungen und unvorhersehbare Ereignisse kaum verzeiht. Unerwartetes wie eingehende Eilaufträge, Maschinenausfälle, überraschende Qualitätsmängel oder Lieferantenverzug treffen Unternehmen immer häufiger und haben das Potenzial größeren Schaden anzurichten, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Vor diesem Hintergrund erhalten Sicherheit und Zuverlässigkeit von Betriebsprozessen eine neue Bedeutung.

Agile Optimierung denkt mit

Auf die permanenten und oft unvorhersehbaren Veränderungen am Markt, im Umfeld oder Liefergeflecht muss das Management eines Unternehmens oft blitzschnell reagieren und dabei Entscheidungen vor einem komplexen Hintergrund treffen. Dabei steht den Entscheidern heute dank fortschreitender Digitalisierung eine riesige Menge an Daten über ihre Prozesse zu Verfügung. Werden diese allerdings nicht intelligent verwaltet und ausgewertet, bleibt das Management in der Planung mit einer überwältigenden Menge an Handlungsmöglichkeiten auf sich allein gestellt.

Die Antwort auf diese Herausforderungen liefert ein Konzept, das zusammen mit modernster Technologie die Unternehmen auf das Unerwartete bestmöglich vorbereitet: Agile Optimierung. Ein auf der Agilen Optimierung basierendes Planungssystem sorgt für eine optimale Verteilung von begrenzten Unternehmensressourcen. Im Kern geht es um den bestmöglichen Ausgleich von Angebot und Nachfrage. Der Ansatz beruht auf dem unterstützenden Einsatz von IT-Systemen mit Entscheidungsintelligenz, wodurch… 

  • …mathematische Algorithmen dem Management für jede Situation optimierte Handlungsempfehlungen und Entscheidungsoptionen anbieten,
  • …schnelle und flexible Reaktionen auch bei unerwarteten Situationsänderungen angemessen möglich sind,
  • …Unsicherheiten in den Daten vorausschauend berücksichtigt werden können,
  • …Prozesssicherheit trotz der hohen Kundenanforderungen an die Liefergeschwindigkeit gewährleistet wird. 

Sofortness verlangt Agile Optimierung an vielen Stellen

Ganz praktisch gesehen ist die Sofortness natürlich nicht nur eine diffuse Herausforderung für das Unternehmen als Ganzes, sondern muss am Ende in den internen Logistikprozessen umgesetzt werden – und das natürlich am besten nicht als Insellösung, sondern als durchgängiges Ziel. Das Konzept Agile Optimierung sollte daher in unterschiedlichen Unternehmensbereichen zum Einsatz kommen, um das komplexe Lieferkettenmanagement erfolgreich umzusetzen: 

Zu den wichtigsten Einsatzfeldern zählen aus meiner Sicht die Absatzplanung, das Bestandsmanagement, Betrugsprävention bei Banken und im Zahlungsverkehr, Logistik, Materialwirtschaft, Personalplanung, Produktionsplanung und -steuerung, Sales and Operations Planning (S&OP) sowie die Supply Chain- und Transportoptimierung. Treten in diesen Bereichen unerwartete Betriebsstörungen auf, benötigen die Planungsverantwortlichen intelligente Handlungsoptionen, um reaktionsschnell vorausschauende Entscheidungen zu treffen. Dabei spielt die Interaktion zwischen Mensch und Maschine eine entscheidende Rolle. Sie können sich in vielen Situationen ideal ergänzen und so optimale Entscheidungen treffen.

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